![]()
Reisetipps & Wissenswertes von A bis Z
Hier nun einige praktische Erfahrungen und wissenswerte Fakten kurz zusammengefasst. Ohne jeglichen Anspruch auf Objektivität oder Vollständigkeit!
![]()
AA
AA ist der ADAC Neuseelands. ADAC-Mitglieder können ein kostenlose 6-monatige Mitgliedschaft beantragen. Hat mir mal 5 NZ$ bei einer Hotelübernachtung gespart.
![]()
Ausrüstung
Man kann Neuseeland mit dem Rennrad und minimalem Gepäck bereisen. An der Westküste habe ich zwei solche Radler getroffen. Sie fuhren auf dem Highway 6 von Hostel zu Hostel. Tolle Sache! Das Fahren mit leichtem Gepäck erleichtert im hügeligen Neuseeland die Sache an vielen Stellen ungemein.
Auf der Coromandel-Halbinsel bin ich mit dem Kalifornier Atak zusammen gefahren. Er hatte sich für 100 US$ ein gebrauchtes Bianchi gekauft und ist losgefahren. Ich vermute zwar, dass er mehr Fahrradwerkstätten kennen gelernt hat als ich, aber gehen tut auch das.
Liegerad – kein Problem! Tandem – mehrfach gesehen.
Ich war mit einem Mountainbike unterwegs. Extra starke Downhill-Felgen, 36 Speichen und Schwalbe Marathon XR Reifen sorgten für ein ruhiges Gefühl, wenn die Strecke mal etwas rauer wurde.
Eine Bereifung die auch klaglos längere Schotterpisten wegsteckt, hat den Vorteil, dass man immer wieder auf z.T. einsame Nebenstrecken ausweichen kann.
Den Vorzug wasserdichter Packtaschen wird man in Neuseeland schnell zu schätzen lernen.
Regenjacke, Regenhose und Überschuhe gehören in Neuseeland einfach dazu. Man ist auch gut beraten, nicht das billigste Zeug dabei zu haben.
Auch im Sommer gehören warme Sachen ins Gepäck. Ein Pullover, Armlinge, Beinlinge, eine Mütze, ein Schal, lange Handschuhe und eine Windweste wird man sicher brauchen.
Helm nicht vergessen! In Neuseeland herrscht Helmpflicht für Radfahrer.
Zelt? Mittlerweile ist das Netz an Hostels so gut und dicht, dass es sicher auch ohne geht. Für mich gehört das Zelt zu einer solchen Reise aber einfach dazu. Ich fühle mich mit dem Zelt einfach näher an der Natur. Und manchmal habe ich auch einfach keine Lust auf die "Heldengeschichten" anderer Reisender.
Wer das Zelt dabei hat, braucht auch einen Schlafsack. Der sollte herbst-/frühjahr-tauglich sein.
Ersatzteile? In den größeren Orten gibt es gut ausgestattete Radläden. In ländlichen Gegenden, wie an der Westküste, kann es aber auch längere Durststrecken geben. Daher sollte man das Nötigste dabei haben. Was das ist, hängt ganz vom Material ab. Meine Erfahrung: gutes Material spart Ersatzteile und Stress. Ich habe immer Flickzeug und Schläuche, Bremsgummis und Kettenöl, Kabelbinder und Textilband; die wichtigsten Inbus- und Maulschlüssel (auch einen Großen, für die Pedale), zwei Schraubenzieher, einen Kettennieter, eine Zange und natürlich eine Luftpumpe dabei. Hat bisher immer gereicht.
Flickzeug für die Isomatte nicht vergessen!
Apotheke? Ich habe immer auch eine Erste-Hilfe-Tasche mit Pflastern, Verbänden, Aspirin, Kohletabletten, Sport-, Wund- und Brandsalben sowie Desinfektionsmittel dabei. Pflaster und Zinksalbe habe ich auch schon gebraucht – den Rest zum Glück noch nicht.
![]()
BBH und YHA
BBH ist Budget Backpacker Hostels New Zealand, ein Zusammenschluss von über 370 günstigen Herbergen (Hostel oder Backpackers genannt). Mit der Mitgliedskarte spart man pro Übernachtung ein paar Dollar, dazu kommen Preisnachlässe bei einigen Touristenattraktionen – wie dem Skytower in Auckland – und eine 20 NZ$ Telefonkarte mit günstigen Auslandstarifen. So machen sich die 40 NZ$ Mitgliedsbeitrag schnell bezahlt. Die Hostels sind in einem kleinen Heft kurz beschrieben und – von den Mitgliedern – bewertet. Meiner Erfahrung nach kann man nach der Bewertung wirklich gehen. Es gibt etliche kleine und gemütliche Hostels, in denen man einen Regentag gut überstehen kann.
YHA ist Youth Hostels Association of New Zealand, das zu Hosteling International gehört. Es gibt 57 Jugendherbergen in Neuseeland. Mit dem Jugendherbergsausweis bekommt man günstigere Tarife und Nachlässe bei einigen Touristenattraktionen. Ich war in Wellington und Lake Tekapo in der Jugendherberge und in beiden Fällen zufrieden.
Externe Links: Budget Backpacker Hostels | Hostels Association
![]()
Busse
In Neuseeland existiert ein gut funktionierendes System von Überlandbussen, die alle größeren und viele kleinere Orte miteinander verbinden. Auch Fahrräder werden, gegen einen kleinen Aufpreis, mitgenommen. Ob noch Platz ist für das Rad, entscheidet letzten Endes der Busfahrer. Ich habe einige weniger interessante Abschnitte mit dem Bus zurückgelegt und größtenteils gute Erfahrungen gemacht. Nur einmal – in Milton – ging die Rechnung nicht auf. Da ich den Bus fest eingeplant hatte, war das "nicht so toll".
![]()
Dairy
Dairies sind die neuseeländische Variante des Tante-Emma-Ladens. Vor allem in ländlichen Gegenden sind sie häufig die einzige Versorgungsmöglichkeit. Das Angebot ist recht unterschiedlich, deckt aber im Normalfall die wichtigsten Dinge des täglichen Bedarfs ab. Auch die Preise sind meist nicht wesentlich höher als im Supermarkt.
![]()
Geld
In Neuseeland gilt der Neuseeland-Dollar (NZ$). Als ich 2006/2007 in Neuseeland war, kostete ein NZ$ etwa 52 - 54 Euro-Cent.
Die Deutsche Bank hat eine Vereinbarung mit der Westpac Bank, die in Neuseeland weit verbreitet ist. Ich konnte daher an jedem Geldautomat (ATM) von Westpac Geld holen, ohne Gebühren zu zahlen. Ansonsten kann man fast alles mit der Kreditkarte zahlen.
Die Preise für Lebensmittel sind mit denen in Deutschland weitgehend vergleichbar. In Cafés und für die Übernachtungen zahlt man oft deutlich weniger als in Deutschland.
![]()
Karten und Reiseführer
Zur Vorbereitung habe ich folgende Bücher verwendet:
|
|
Reise Know-How BikeBuch Neuseeland (Reinhard Pantke) |
Das Buch ist fundiert, ausführlich und gut, leider nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand (meine Ausgabe war von 2001).
|
|
Baedeker Neuseeland |
Sehr gutes Standardwerk, um einen allgemeinen Überblick über das Land mit seiner Kultur und Geschichte zu bekommen.
Zur Vorbereitung und während der Reise habe ich folgendes Buch verwendet:
|
|
BikeLine Radatlas Neuseeland (Dr. Thomas Wöhrstein, Nigel Rushton) |
Sehr detaillierte Streckenbeschreibungen mit Höhenprofilen und Karten (im Maßstab 1:400.000) sowie Symbolen für die wichtigsten Einrichtungen (Supermärkte, Dairies, Campingplätze, Werkstätten, …). Ist abgeleitet vom Pedallers’ Paradise, enthält aber NICHT alle Strecken und Alternativen des Originals.
Während der Reise habe ich folgende Bücher verwendet:
|
|
Pedallers’ Paradise - South Island (Nigel Rushton), Englisch |
Die Bibel alle Neuseelandradler. Ein Buch pro Insel. Spartanisch und auf das reduziert, was wirklich wichtig ist. Sagt seine Meinung. Erscheint fast jährlich in einer überarbeiteten Fassung. Kostet in Neuseeland schlappe 11,5 NZ$ pro Buch (Umgerechnet kaum 6 €).
|
|
Lonely Planet New Zealand, Englisch |
Das Standardwerk, wenn es um aktuelle Infos zu Cafés und Übernachtungsmöglichkeiten geht. Auch sonst gepackt voll mit Infos. Zum Teil muss man etwas aufpassen, da sie alles sehr begeistert und wenig kritisch beschreiben.
|
|
KiwiMaps |
Der BikeLine Radatlas Neuseeland enthält Karten im Maßstab 1:400.000. Das reicht eigentlich völlig aus. Da es sich aber immer nur um Ausschnitte handelt, hat mir die Übersicht gefehlt. Die habe ich mir mit den KiwiMaps verschafft. Die Maßstäbe liegen zwischen 1:250.000 und 1:500.000, was völlig ausreichend ist. Besonders abgegriffen sind folgende Karten, die sich teilweise überschneiden:
- Eastern & Southern North Island
- Rotorua Taupo & Tokoroa
- Nelson Blenheim, Picton Nelson & Marlborough
- Central & South South Island
- Canterbury & West Coast
![]()
I-Site, DOC, DOC-Campsites
I-Sites sind die offiziellen – vom DOC betriebenen – Touristeninformationen in Neuseeland. Ich habe die Mitarbeiter immer als freundlich und kompetent erlebt. Es sollte einem aber bewusst sein, dass die (örtlichen) Tourismusunternehmen eine Abgabe zahlen, mit denen die I-Sites finanziert werden. Daher sind die I-Site-Mitarbeiter auch daran interessiert, dass man sein Geld ausgibt.
Das Department of Conservation (DOC) ist die zentrale staatliche Organisation, die verantwortlich ist für den Erhalt des Natur- und des historischen Erbes von Neuseeland, im Auftrag und zum Vorteil der derzeitigen und zukünftigen Neuseeländer – so steht es auf der offiziellen DOC-Webseite. Für Touristen ist es vor allem als Betreibet der I-Sites und der Nationalparks wahrnehmbar. Durch die Bekanntschaft mit einer DOC-Mitarbeiterin weiß ich, dass die Aufgaben wesentlich umfangreicher sind und alle Fragen des Umweltschutzes betreffen. In manchen Gegenden – beispielsweise Hari Hari an der Westküste – hat das DOC mit seinen Maßnahmen sogar den Zorn der dortigen Bevölkerung auf sich gezogen (was man in Kneipen nicht so alles erfährt).
DOC-Campsites sind meist sehr spartanisch ausgestattete aber wunderschön gelegene Zeltmöglichkeiten. Am "Eingang" gibt eine kleine Tafel mit Umschlägen und einen etwa einen Meter hohen und 10 cm durchmessenden Metallpfahl mit einem Schlitz – einem Briefkasten nicht ganz unähnlich. Auf den Umschlag schreibt man seinen Namen und Adresse, und mit wie vielen Personen man von wann bis wann bleibt. Dann steckt man den fälligen Betrag in den Umschlag (man sollte Kleingeld dabei haben), verschließt ihn, trennt die "Quittung" ab und wirft den Umschlag in den Metallpfahl. Die "Quittung" ist ein Streifen, einem Lesezeichen nicht unähnlich, die man am Zelt befestigt. Des Nachts oder früh am Morgen kommt ein Ranger und schaut, ob alle eine Quittung am Zelt haben. Bei Beträgen von um die 5 NZ$ pro Nacht und Nase wäre es wirklich sehr dumm, betrügen zu wollen. Die Preise sowie einige Hinweise, was man tun darf und was man lassen sollte, findet man auf der Tafel mit den Umschlägen.
Externer Link: Department of Conservation
![]()
K
In Neuseeland gilt das metrische System, die Entfernungen auf Straßenschildern werden in Kilometern angegeben. Umgangssprachlich ist es aber üblich, einfach nur von "K" zu sprechen.
![]()
Kochen
Ich habe meinen Kocher 3300 Kilometer spazieren gefahren, ohne ihn wirklich zu brauchen. Die allermeisten Hostels und Campingplätze haben eine Küche. In den Hostels und auf manchen Campingplätzen sind auch Töpfe, Pfannen und sonstiges "Werkzeug" vorhanden. Außerdem lohnt es sich, den vielen kleinen Cafés immer mal wieder einen Besuch abzustatten. Oft gibt es sehr leckere Sachen zu sehr fairen Preisen. Wer also nicht aus Prinzip immer seinen eigenen Kocher dabei hat oder absolut "lowest budget" reist und dabei nur wild oder auf einfachen DOC-Campsites zeltet, kann ruhigen Gewissens seinen Kocher daheim lassen.
![]()
Maori, die Ureinwohner
Die polynesischen Maori sind die Ureinwohnern Neuseelands. Ihre Vorfahren haben vermutlich zwischen dem 8. Jahrhundert und dem 14. Jahrhundert in mehreren Wellen Neuseeland besiedelt. Sie kamen in Wakas, seetüchtigen Auslegerkanus.Ursprungsland ist in der Maori-Mythologie die Insel Hawaiki.
Heute bezeichnen sich etwa 15% der Neuseeländer selbst als Maori. Die meisten Maori leben auf der Nordinsel, die sie "Aotearoa" – "Land der langen weißen Wolken"nennen. Der Maori-König residiert in der Stadt Ngaruawahia am Zusammenfluss von Waikato und Waipa.
Trotz Anpassung an den Lebensstiel der weißen Europäer halten viele Maori an ihren Traditionen fest. Die traditionelle Weltanschauung der Maori ist animistisch geprägt – Erscheinungen in der Natur sind personifiziert und von Göttern oder Geistern beseelt. Die Holzskulpturen und geschnitzten Figuren an den Versammlungshäusern und Wakas stellen die verehrungswürdigen Ahnen dar.
Erste europäische Erforscher – wie Abel Tasman (1642) – beschrieben die Maori als ein grimmiges und kämpferisches Kriegervolk Die Besiedlung Neuseelands durch die Europäer, Mitte des 19. Jahrhunderts, führte zu Stammeskämpfen und kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Briten. Auch unbekannte europäische Krankheiten kosteten vielen Maori das Leben. Am 6. Februar 1840 unterzeichneten 50 Maori-Häuptlinge mit den Briten den Vertrag von Waitangi. In ihm erkennen die Maori die Obrigkeit der Briten an und erhalten im Gegenzug ungetrübten Besitz von Land, Wäldern und Fischgründen.
Seit den 1960er Jahren erlebt die Maori-Kultur einen umfassenden Aufschwung.
![]()
Neuseeland, eine kleine Landeskunde (Quelle: Wikipedia)
Allgemein

Neuseeland (englisch: New Zealand; maorisch Aotearoa) ist ein geographisch isolierter Inselstaat im südlichen Pazifik. Es besteht aus zwei Hauptinseln, der Nordinsel und der Südinsel, sowie mehr als 700 kleineren Inseln. Die Hauptinseln werden durch die an der schmalsten Stelle 23 km breite Cookstraße (Cook-Strait) voneinander getrennt. Während die Hauptinseln in Ost-West-Richtung nie breiter als 450 km sind, erstrecken sie sich entlang der Hauptachse in nordöstlicher Richtung über 1.600 km. Neuseeland ist ein Königreich im Commonwealth of Nations mit demokratisch-parlamentarischer Verfassung. Es wird vielfach als "grüne Insel" betrachtet, was vor allem an der relativ dünnen Besiedlung, der damit verbundenen Unberührtheit der Natur sowie der äußerst vielfältigen und bedingt durch die isolierte Lage einzigartigen Vegetation liegt.
Nordinsel
Die 113.729 km² große Nordinsel ist die am dichtesten besiedelte Insel Neuseelands. Auf ihr leben etwa drei Viertel der rund 4 Millionen Einwohner und sowohl die Hauptstadt Wellington als auch die größte Stadt des Landes Auckland liegen auf der Nordinsel. Auckland liegt auf einem an der engsten Stelle weniger als zwei Kilometer breiten Isthmus, der den Pazifik von der Tasmanischen-See trennt. Östlich von Auckland liegt die Coromandel-Halbinsel, die von der bis zu 900 Meter hohen Bergkette Coromandel-Range geprägt wird. Im Südosten schließt sich die Bay of Plenty und das East Cape an. Das Zentrum der Nordinsel wird von der Zentralen Hochebene dominiert, deren Vulkane Ngauruhoe, Tongariro und Ruapehu den von der UNESCO zum kombinierten Weltkulturerbe und Weltnaturerbe erklärten Tongariro-Nationalpark bilden. Der Ruapehu ist mit 2.797 m die höchste Erhebung der Insel.
Südinsel
Die mit 151.215 km² etwas größere Südinsel wird dominiert von den parallel zur Westküste verlaufenden Neuseeländischen Alpen, auch Südalpen genannt. Die höchste Erhebung dieses Hochgebirges ist der 3.754 m hohe Mount Cook, gefolgt vom 3.498 m hohen Mount Tasman. Die Region West Coast zwischen Südalpen und der Tasman-See ist äußerst schmal und gehört zu den niederschlagsreichsten Gebieten der Erde. Aufgrund dessen schieben sich einige Gletscher der Südalpen, wie der Fox- und der Franz-Josef-Gletscher, durch sämtliche Vegetationszonen bis in die Regenwälder in Küstennähe; der äußerste Südwesten bildet reich gegliederte Fjordlandschaften.
Vulkanismus
Neuseeland gehört zum Pazifischen Feuerring (Ring of Fire). Diese Tatsache führt zu Erdbeben, Verwerfungen und zu erhöhter vulkanischer Aktivität. In Neuseeland liegen einige der aktivsten Vulkane der Erde.
Klima
Neuseeland liegt in den gemäßigten Breiten der Südhalbkugel, so dass das Klima mild ist. Die nördlichen Teile der Nordinsel werden von einem subtropischen Klima geprägt, während im Rest des Landes ein gemäßigtes Klima vorherrscht. Neuseeland liegt in einer Zone starker westlicher Winde, den Brüllenden Vierzigern (Roaring Forties). Insgesamt ist das Klima dank der großen das Land umgebenden Wassermassen zu großen Teilen maritim geprägt.
Flora und Fauna
Die Tier- und Pflanzenwelt Neuseelands gehört zu den außergewöhnlichsten der Erde, da die Inselgruppe schon seit sehr langer Zeit von allen anderen Landmassen getrennt ist und sich die Vegetation unabhängig entwickeln konnte. Etwa 85 % der neuseeländischen Pflanzenarten sind endemisch.
Kiwis sind flugunfähige, nachtaktive Vögel in den Wäldern Neuseelands. Der Kiwi ist das National- und Wappentier Neuseelands und abgeleitet die Eigenbezeichnung der Bewohner Neuseelands.
Externer Link: Wikipedia - Neuseeland
![]()
Hier der Text dieser Webseite als PDF-Dokument.
![]()
Reisezeit
Neuseeland liegt auf der Südhalbkugel. Die Jahreszeiten sind also gerade entgegengesetzt zu denen die Deutschland. Neuseeland ist daher ein ideales Winterreiseziel.
Ich war im Dezember/Januar dort. Dies hatte vor allem organisatorische Gründe.
Im Dezember blühen auf der Coromandel-Halbinsel und am East Cape die Pohutukawa-Bäume. Tolle Sache. Auf Coromandel war es Mitte Dezember superruhig. Ich habe mir sagen lassen, dass es zu es Weihnachten ganz anders aussieht – sich der Verkehr verdreifacht.
Von Weihnachten bis Ende Januar sind in Neuseeland die großen Sommerferien. Und auch die Europäer kommen im Januar besonders zahlreich. Da kann es an einigen besonders beliebten Stellen, beispielsweise dem Able Tasman-Nationalpark, schon mal voll werden. Auch sollte man zwischen Weihnachten und Mitte Januar die Fähre zwischen Wellington und Picton im Voraus buchen – auch als Radfahrer!
Wer kann, sollte auf den Spätsommer, die Monate Februar und März "ausweichen".
![]()
Sandfliegen
Sandfliegen (Sandflies) sind kleine, blutsaugende, schwarze Fliegen, deren "Stiche" ein unangenehmes Jucken hervorrufen. Sandfliegen sind nervig – sehr nervig! Man trifft sie vor allem an der Westküste und in Fjordland an. Meiner Erfahrung nach helfen Sprays nur sehr bedingt. Den besten Schutz bietet lange Kleidung. Auch windige Plätze oder in-Bewegung-bleiben helfen.
Wie "ernst" die Sache ist, sieht man auch man Bushan’s Cafè am Lake Ianthe (Westküste). Eine riesige Sandfliege hängt draußen am Café.
![]()
Sicherheit
Ich habe die Kiwis nicht nur als ausgesprochen freundliche, sondern auch als sehr ehrliche Menschen erlebt. Insbesondere in ländlichen Gebieten hatte ich keine Bedenken, mein voll bepacktes Rad auch mal länger alleine zu lassen, um eine Wanderung zu machen oder einzukaufen. Etwas anders sieht die Sache in den großen Städten Auckland, Christchurch und Wellington sowie in Queenstown aus. Hier sollte man sein Glück nicht herausfordern und ein wachsames Auge auf seine Sachen haben.
Giftige oder in anderer Weise gefährliche Tiere gibt es in Neuseeland nicht.
Die UV-Strahlung ist in Neuseeland besonders intensiv. Dies unterschätzt man anfangs gerne und fängt sich schnell einen bösen Sonnenbrand ein. Sonnenkrem/Sunblock mit Lichtschutzfaktor 30+ ist ein absolutes Muss!
![]()
Straßenverkehr
In Neuseeland herrscht Linksverkehr – an den man sich aber schnell gewöhnt.
Ich habe den Straßenverkehr in Neuseeland nicht als gefährlich empfunden – wie bisweilen behauptet wird. Es sollte aber jedem klar sein, dass es keine Autobahnen gibt, auf denen sich der Fernverkehr bewegt und für die Radfahrer kein eigenes Netz heimeliger Nebenstrassen vorhanden ist. Alle bewegen sich gemeinsam auf den gleichen Strassen. Da sollte man als Radfahrer – der doch Zeit hat – auch Rücksicht auf diejenigen nehmen, die unter Zeitdruck stehen. Sprich, links fahren und nicht nebeneinander. Dann funktioniert das Miteinander auf der Strasse auch ordentlich und stressfrei.
Den anderen Gefallen, den man sich selber tun kann, ist der, dass man manche Strassen einfach meidet. Der Highway 1 an der Ostküste der Südinsel ist so ein Kandidat, den ich persönlich kennen gelernt habe. Es gibt mittlerweile ausreichend Reiseführer für Radfahrer, die entsprechende Informationen beinhalten.
Der weitaus größte Teil der Strassen in Neuseeland ist asphaltiert und in einem guten Zustand. Daher wundert es kaum, dass einem immer wieder Rennradfahrer begegnen. Es gibt aber auch noch einige Schotterstrassen. Diese sind teilweise recht rau und ausgewaschen. Dafür aber meist auch sehr einsam und ruhig.
An der Westküste gibt es zwei einspurige Brücken, die von Autos und Zügen gleichermaßen genutzt werden(Bild). Da muss man als Radfahrer etwas aufpassen nicht in die Schienen zu geraten.
Ich habe für schwierige Verkehrsverhältnisse immer eine quietschgelbe Warnweste dabei. Die gibt mir im Zweifelsfall das Gefühl, besser gesehen zu werden.
In Neuseeland herrscht Helmpflicht für Radfahrer!
![]()
Strecke

Auf der Nordinsel bin ich folgende Etappen mit den Rad gefahren:
Auckland - Miranda
Miranda - Coromandel Town
Coromandel Town - Hahei Beach
Hahei Beach - Waihi Beach
Waihi Beach - Mt. Maunganui
Mt. Maunganui - Rotorua
Rotorua - Taupo
Taupo - Turangi
Taurangi - National Park Village
National Park Village - Wanganui
Für alle, die es genauer wissen wollen, hier die Strecken, Orte und Landmarken zur Ansicht in GoogleEarth:
|
|
Norddinsel (kmz-Datei, 139 kb) |
|
|
Südinsel (kmz-Datei, 347 kb) |
Dies sind die Etappen, die ich auf der Süddinsel mit den Rad gefahren bin:

Wellington - Pelorus Bridge
Pelorus Bridge - Motueka
Motueka - Gowanbridge
Gowanbridge - Berlins
Berlins - Punakaiki
Punakaiki - Greymouth
Greymouth - Harihari
Harihari - Fox Glacier
Fox Glacier - Haast
Haast - Makarora
Makarora - Wanaka
Wanaka - Queenstown
Queenstown - South Mavora Lake
South Mavora Lake - Manapouri
Invercargill - Curio Bay
Curio Bay - Owaka
Owaka - Brighton
Brighton - Ranfurly
Ranfurly - Cromwell
Cromwell - Omarama
Omarama - Mount Cook Village
Mount Cook Village - Lake Tekapo Village
Lake Tekapo Village - Geraldine
![]()
Wetter
Das Wetter ist in Neuseeland sehr schwer einzuschätzen und vorherzusagen. Schuld ist die Insellage. Region West Coast gehört zu den niederschlagsreichsten Gebieten der Erde. Jeder der Neuseeland mit dem Rad bereisen will, ist daher gut beraten, sich auf schlechtes Wetter einzustellen und sich zu freuen, wenn’s anders kommt. Ich hatte sehr viel Glück mit dem Wetter!
Der Wetterbericht in den Tageszeitungen und im Internet ist ausführlich und gut gemacht (enthält übrigens auch einen UV-Index). Ich habe es aber selber mehrfach erlebt, dass selbst die Vorhersage für den nächsten Tag nicht zutraf. Alles jenseits der Drei-Tage-Prognose kann man getrost vergessen. Am Ende hilft nur flexibel sein und genug Zeit im Gepäck haben, um auch mal einen Regentag einfach "auszusitzen".
Die Temperaturen lagen meist im Bereich zwischen 18 und 25°C.
Wind gibt es reichlich! Manchmal mehr, als einem lieb ist.
Externer Link: MetService
![]()
Zu meiner Person
Ich bin Jahrgang 1974 und lebe in Karlsruhe. Radfahren ist meine große Leidenschaft, in guten Jahren lege ich mehr als 10.000 Kilometer mit dem Rad zurück.
Mit dem "Radreise-Virus" wurde ich bereits als Teenager infiziert. Mit der ganzen Familie haben wir Radtouren von Soest (in Westfalen) zur Ostsee und vom Bodensee nach Soest unternommen. Das Ganze damals mit den guten alten Dreigang-Fahrrädern.
Es folgten eigene Radtouren durch Deutschland und Fahrräder mit Kettenschaltung. Seit 1992 fahre ich aktiv Rennrad und nehme regelmäßig an Rad-Marathon-Veranstaltungen teil.
1996 war ich mit meinem Freund Dusko Novakovic an der Westküste der USA. Mit dem Rad sind wir in zwei Monaten von Vancouver (Kanada) nach San Diego (an der Grenze zu Mexiko) gefahren. Die gebrauchte Spiegelreflex-Kamera, die ich damals dabei hatte, war leider defekt, sodas aus 27 Filmen lediglich 200 brauchbare Fotos hervorgingen - es war zum heulen!
Es folgten Radtouren in Finnland, Schweden, Schottland und der Schweiz.
In Neuseeland hatte ich erstmals eine digitale Spiegelreflex-Kamera (eine Nikon D80) dabei.
![]()
